Faule Studenten
Ich schreibe diesen Eintrag nicht zur Belustigung, sondern nur, um zu zeigen, dass ich nicht tot bin.
Nach 13 Wochen Praktikum/Schlafentzug/Überdosis RL und daran anschließenden 4 Wochen Studium/übermäßigem Alkoholkonsum habe ich es gestern geschafft meinen PC aufzubauen. Vielleicht wird dann heute Abend formatiert und anschließend werde ich dann wohl öfter über die ein oder andere Skurilität berichten, die ich hier an meinem Studienort Bochum entdeckt habe.
Jetzt werde ich allerdings erst einmal meinen Schlafanzug gegen die gut-bürgerliche Tracht tauschen, immerhin habe ich schon um 14:15 Uhr meine erste Veranstaltung an der Uni.
GEZ, Afghanistan, Unterschicht und Amoklauf
Ich starte hier einen Versuch, etwas mehr Aktivität in den Blog einzubringen, die aber nicht aus 3-Zeilen-Rants oder Coypasta von Videos, Bildchen oder Musik besteht. Da ich sowieso einen vollgepackten Google Reader habe werde ich die lesenswerten Hochlichter übersichtlich als kurze Leseempfehlung unter dem Label “Reader’s Digest” auflisten. Es ist ja nicht alles Fun & Games im Internet und Online-Nachrichten sind nicht immer flach.
Die Ministerpräsidenten wollen diese Woche über die Zukunft der GEZ-Gebühr diskutieren. Es stehen die Optionen, sie in eine allgemeine Haushaltsgebühr umzufunktionieren oder die Geräte-Gebühr zu modifizieren, dass PCs auch als Fernsehempfänger gelten können. Ich persönlich sehe eine allgemeine Gebühr für jeden Haushalt als effizienter, gedeckelt bei “einem Zehner” pauschal. Die Geräte-Gebühr hat vielleicht in Zeiten funktioniert, wo Technologien schön getrennt einzeln als Geräte gerechnet werden konnten. Heutzutage aber völlig überholt.
Boston.com brilliert seit längerem mit beeindruckenden Photogallerien in einem nutzerfreundlichem Format – heutzutage keine Selbstverständlichkeit mehr. Die Bilder sind groß, beeindruckend und frei von jeglichen blinkenden Flashwerbebannern oder umständlichen Galleriesystemen, wo man für jedes einzelne Bild die gesamte Seite neu laden muss. Insgesamt ein starkes Statement für die internationale Verantwortung gegenüber den Afghanen.
Im Amokdiskurs etwas untergegangen ist der Verlauf des versuchten Mehrfachmordes an einem Gymnasium durch eine Schülerin. Der Fall kam nun am Dienstag vor Gericht, das Profil des Falles zeigt das Versagen von Experten und Klischees in vielen Fällen.
In der Unterschicht wird das Geld versoffen
Der Bezirksbürgermeister von Neukölln findet klare Worte zum Thema Betreuungsgeld für Familien, die ihre Kinder nicht in Kitas stecken – und wird dabei von Wowereit unterstützt. “Hört auf, euch die Welt schönzureden.”
Desktop-Dienstag
Aus aktuellem Anlass. Und alle, die diesen Post lesen – dooo eeeet.

Wer läuft geil Amok?
Diesmal halte ich mich kurz, “das letzte Mal” habe ich ja recht ausgeholt was meine Meinung zur Opferisierung des Täters ist. Zum einen scheint Amoklaufen nicht mehr so wirklich interessant zu sein – oder wenigstens in Wirtschafts- und Wahlkrise unterzugehen. Das bedeutet aber nicht, dass die Nachrichtenqualität nun höher ist weil man sich mehr Zeit lässt. Den Vogel abgeschossen hat dabei die Sueddeutsche mit einem Video von der Schulhomepage.
Aber man hat ja nun ein 80(!)-seitiges “Dokument eines Dialoges an ein fiktives Mädchen” auf der beschlagnahmten Festplatte gefunden.
Exklusiv präsentiert das Ministerium ihnen die analytische Kurzfassung!
Wait, what
Schäuble: In Bayern, wo die FDP Koalitionspartner der CSU ist, hat man genau die Regelung zur Online-Durchsuchung verabschiedet, die wir auf Bundesebene im BKA-Gesetz haben. Das hat die bayerische FDP-Chefin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger unterschrieben. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit. [WELT]

They see me (t)rollin’
Im Interview mit der “Welt am Sonntag” spricht Innenminister Wolfgang Schäuble über den Schrecken der FDP und Schatten über der SPD. Ernsthafte Sorgen bereitet ihm der Umgang von Teilen der Politik mit den deutschen Soldaten und Polizisten, die in Afghanistan stationiert sind.
Heutiges Highlight aus dem Wust meiner Newsfeeds, ein Interview mit dem Antagonisten der deutschen Internetnutzer. Beim ersten Lesen des Interviews könnte man wie üblich in aufplusterndes Wüten verfallen, da Schäuble wieder nach Schäublone arbeitet und die erwarteten Fettnäpfchen im Karacho mitnimmt. Aber ich glaube, er ist einfach nur ein epischer Troll und genießt seine Rolle als Provocateur im Rampenlicht.
Hier ein paar Sahnestückchen aus dem kurzen “Interview”:
Welt am Sonntag: Wie viele Jahre müssen deutsche Soldaten und Polizisten noch in Afghanistan bleiben?
Welt am Sonntag: Was ist reizvoll daran, als Innenminister als Feindbild der Internet-Generation und linker Politiker herhalten zu müssen?

Bald, meine Kinder
It’s alive!
Wenn man sich mehrere Eiskugeln einzeln kauft, hat man zum gleichen Preis mehr Waffeln.
Das war ein enttäuschender Post nach der langen Stille, was?
Sensation!

Mein Beitrag zum Lauf über die politische Planke.
Edit: Hm, scheint ja recht zu zirkulieren. Hätte es erst hier hochladen sollen und nicht bei Krautchan. :/
Kontent ohne Kraftaufwand

Wer den entsprechenden Sound zu diesem Bild in den Kommentaren verschriftlicht imitieren kann gewinnt eine Packung Gummibärchen per Post!




