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Lesezeichen

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Ein weiteres Buch für meine abzulesende To Read List. Empfohlen von MAX

Written by Boldor

Dezember 5th, 2008 at 8:45 pm

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Lesezeichen: Kritik der reinen Toleranz

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Dieses Buch habe ich vor einiger Zeit durchgelesen und kann es nur weiterempfehlen. Es beinhaltet so ziemlich genau das, was man sich vom Cover verspricht, mit aktuellen Beispielen einer Kultur der selbstzerstörerischen Toleranzverherrlichung. Broders Buch dreht sich größtenteils um die voreilige und teilweise schon unbedachte Adaption des Begriffes Toleranz und kratzt damit schon an einer Kritik des Gutmenschen, der passiv grinsend Tür und Tor allem offen lässt, Gutem wie Üblem.

Klapptext und Umschlagrückseite festigen den Standpunkt Broders und seines Buches bereits zu Beginn:

Toleranz ist eine Haltung, mit der sich viele gerne schmücken – die Reichen gegenüber den Armen, die Starken gegenüber den Schwachen, die Heteros gegenüber den Homos. Wer es sich leisten kann, ist tolerant. Wenn aber »Ehrenmorde«  als ganz normale Verbrechen gelten, wenn Terroristen als »Widerstandskämpfer«  deklariert werden, wenn ein Regierender Bürgermeister die Teilnehmer einer Sadomaso-Fere persönlich willkommen heißt und ein rechtskräftig verurteilter Kindermörder Prozesskostenhilfe bekommt, um einen Prozess gegen die Bundesrepublik führen zu können, weil ihm bei der Vernehmung Ohrfeigen angedroht wurden – dann wird Toleranz zu einem gesellschaftlichen Selbstmord auf Raten. Unter solchen Bedingungen wird Intoleranz zur Pflicht und Tugend: Intoleranz gegenüber dem wohlfeilen Gutmenschentum, gegenüber totalitären Utopien – und gegenüber Menschen und Kulturen, die ihrerseits nichts von Toleranz halten.

Und wie folgt die Umschlagrückseite:

»Bei der Lektüre dieses Buches könnte bei Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, der Eindruck entstehen, dass ich kein Anhänger der reinen Toleranz, sondern eher sogar bereit bin, der gezielten Intoleranz das Wort zu reden. Ihr Eindruck ist richtig. Ich halte Toleranz für keine Tugend, sondern für eine Schwäche – und Intoleranz für ein Gebot der Stunde.«

Die Beobachtung einer katzbluckligen Haltung der Europäer unter dem Banner der Toleranz macht er an den Beispielen wie Christian Klar, U-Bahnschlägern mit Migrantenhintergrund, der grassierenden Verständniswelle für extremistische Muslime aber auch der auf sich selbst praktizierten Einschränkung von Meinungs- und Pressefreiheit am Beispiel Geert Wilders, des niederländischen Politikers, der zuletzt mit seinem Koran-Film Schlagzeilen machte, deutlich.

Persönlich kann ich vielen Punkten des Buches zustimmen, dass so manche Forderung nach mehr Toleranz eine versteckte Intoleranz der Meinungsäußerung einer Person ist (Bsp. Wilders), jedoch verstrickt sich Broder in einem Kapitel seines Buches in eine ungesunde Abhandlung der muslimischen Völker und Kulturen, die mithilfe einer Unzahl an Schlagzeilen und historischen Ereignissen wie ein Versuch wirkt, diesen Völkern und Kulturen schon fast boshafte Merkmale zuzuschreiben. Wie er selbst schreibt ist es Unsinn, den gesamten Islam als “guten, friedvollen” Islam zu titulieren – ist dies dann nach der Logik nicht ebenfalls in die andere Richtung anwendbar?

Abschließend ein sicher lesenswertes Buch über eine Kritik, die man so nicht äußern kann ohne als Unmensch verschrien und in eine Kategorie mit Kriegstreibern sowie Rechtsextremen gesteckt zu werden.

Kritik der reinen Toleranz auf AMAZON.de

Written by Boldor

Dezember 4th, 2008 at 9:59 pm

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Lesezeichen

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Als semi-persönliche Memo hier eine Liste der Bücher, die ich ins Auge gefasst habe um sie in Zukunft zu erlesen. (Im Falle 1984 erneut zu lesen).

Written by Boldor

November 29th, 2008 at 4:36 am

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