Archive for the ‘Geschichte’ tag
Krieg kann auch lustig sein
Diesen Fund muss ich einfach separat posten. Ab und an findet man auf Cracked einige echte Schätze, vor allem unter den Artikeln, heute ist es denen mal wieder gelungen. Der Artikel behandelt die “5 Most Retarded Wars Ever Fought” und, Oh, wie recht er doch hat. Mein persönlicher Favorit ist The Battle of Karansebes (1788).
Hey, what if a bunch of soldiers got really drunk, right in the middle of the war? And started shooting at each other, just for fun?
Let’s just say things get out of hand really fast.
Interessant ist aber auch, wie die Briten anscheinend gerne wegen absurden Gründen in den Krieg gezogen sind. Lesenswert!
The Power of Propaganda

The most famous war poster was Alfred Leete’s 1914 image of Lord Kitchener pointing directly at the viewer. So successful was this image that it was adapted for American use in both World War I and II by JM Flagg
Eine Bildserie mit dem Namen The Power of Propaganda: Wartime Posters des Telegraph hat eine kleine Auswahl von Propagandapostern der Briten und U.S. aus den Zeiten des Ersten und Zweiten Weltkriegs. Durchaus sehenswert und auch teilweise lulz, welche Methoden propagiert wurden als kriegsentscheidend. Gekonnt fehlen hier jedoch vor allem die rassistischen Propagandaposter aus den U.S. bezüglich der Japaner.
Heute vor 90 Jahren [2]
- 1918 – In Deutschland und in Österreich wird das Frauenwahlrecht eingeführt.
Und dann kam Hitler.
Heute vor 90 Jahren

Heute vor 90 Jahren endete mit dem Waffenstillstand von Compiègne der Erste Weltkrieg. Der Erste Weltkrieg markierte als Krieg, der die Nationen und Territorien von 3/4 der damaligen Weltbevölkerung einschloss und über 9 Millionen Tote nach sich zog das Ende des langen 19. Jahrhunderts und stellt historisch die Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts dar. Bezeichnend für den Ersten Weltkrieg war die Schlacht von Verdun, oder auch “Hölle von Verdun”, bei der nach offiziellen Angaben ca. 400.000 Mann in den Monaten Februar bis November fielen ohne eine wirkliche Frontveränderung.
Der Erste Weltkrieg hatte vor allem einen derart monströsen Fleischwolfmomentum weil die Faktoren Materialschlacht und Massenvernichtung durch das industrialisierte Mechanikwesen enormen Einfluss auf die Kriegsführung und die Kriegstechnologie hatte. Panzer, U-Boote, Flugzeuge, Artillerie und Maschinengewehre sowie Gasangriffe – “Errungenschaften” des Ersten Weltkrieges.
Folgend ein paar interessante zeitgenössische Frontberichte von Soldaten:
„7:30 Uhr Gas mit den größten Kalibern. 7:30 bis 8:00 Uhr 38,5 bis 42-Zentimeter-Granaten. Erde bis zum Himmel. Die Schlucht eine riesige Dampfwolke, turmhoch flogen die Trümmer. Dorf FI. ist eine Rauchwolke. Gegenüber unserer Stellung scheint die Welt unterzugehen. Raus aus den Gräben! Kein Quadratmeter, der nicht zerwühlt ist. Die Maschinengewehre rasseln, das Infanteriefeuer rollt. Ein Höllenlärm. Da stürzt einer, dort wieder einer. Leutnant U., unser derzeitiger Kompanieführer, steht auf – da – spritzen Fetzen seiner Generalstabskarte, er krampft die Hände vor die Brust und fällt vorne über. Nach wenigen Minuten ist er tot.“
Ebenfalls ein Auszug aus dem langen und sehr lesenswertem Wikipedia-Artikel zur Schlacht um Verdun.
“Am Morgen des 21. Februar 1916 feuerte um 8:12 Uhr deutscher Zeit (7:12 Uhr nach französischer Zeit) ein im Wald von Warphémont stehendes deutsches 38-cm-Schiffsgeschütz „Langer Max“ eine Granate auf das 27 Kilometer entfernte Verdun ab. Die Granate sollte eine Brücke über die Maas zerstören, verfehlte jedoch ihr Ziel und explodierte entweder neben der Kathedrale der Stadt oder in der Nähe des Bahnhofs. Danach eröffneten zeitgleich die 1220 deutschen Geschütze aller Kaliber das Feuer auf die französischen Stellungen und auf das Hinterland. Die Schwere des Beschusses, der nun über neun Stunden, pausenlos und mit einer bis dahin nicht für möglich gehaltenen Intensität erfolgte, war in der militärischen Geschichte beispiellos. Die Angreifer selbst und die Männer auf der anderen Seite waren erstaunt und schockiert zugleich von der gewaltigen Wirkung dieses Bombardements, das seine Gewalt sogar noch ins Unermessliche zu steigern schien: Feldgeschütze kleiner und mittlerer Kaliber befeuerten die vordersten französischen Linien, die schweren Geschütze zielten auf die zweite und dritte Verteidigungsanlage, und die schwersten Kaliber nahmen die Versorgungslinien und die wichtigsten Festungswerke der Franzosen unter Feuer. Durch die nahegelegenen Versorgungslinien der Frontbahn mit ausreichend Munition versorgt, war auf dem gesamten Frontabschnitt eine Geschossmenge von etwa 100.000 Einschlägen pro Stunde möglich. Um 13:30 Uhr wurde das Geschützfeuer durch 150 Minenwerfer nochmals intensiviert, die in den Gräben und Sappen auf französischer Seite schwerste Verwüstungen anrichteten. Der Höhepunkt des Infernos war um 16:00 Uhr erreicht: Die deutsche Artillerie ging zum Trommelfeuer auf die französischen Linien über. Nun feuerten die deutschen Geschützmannschaften wie in Trance, unter Einsatz ihrer gesamten körperlichen Möglichkeiten und an den Leistungsgrenzen ihrer Geschütze. Ein Geschossregen ging auf die Verteidiger nieder, den die Besatzungen in den Werken mit Entsetzen und ungläubigem Kopfschütteln quittierten, so erstaunt und schockiert waren die Männer darüber, dass so etwas überhaupt möglich sei. (Diese Erfahrung werden sie im selben Jahr an der Somme gegen die Deutschen einsetzen und diesen bis dahin für unmöglich gehaltenen Beschuss mit spielender Leichtigkeit übertreffen.)”




