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Matusseks Eklat

“Kill your TV”, © MicaelP auf deviantart.com
Matusseks Eklat auf SPIEGEL
Hier leistet sich der werte Herr Matussek eine Äußerung die bei den Anhängern der archaischen Medien nicht gerne gesehen wird — er benennt klar die heutige Lage des Fernsehens. Gewürzt mit leichtem Fanatismus für Goethe und Schiller spricht er nun einmal die Wahrheit aus, das Medium TV geht doch den Bach herunter, vor allem in Deutschland. Wer will denn den Kram sehen, der dort läuft. Wir haben die Öffentlich-Rechtlichen, deren Highlights die Talkshows sind, in denen erwachsene Menschen sich gegenseitig in die Sätze reinreden und insgesamt Diskussionen führen, die eine Klasse einer gymnasialen Oberstufe besser durchführen kann, durchsetzt mit Bumsfalera-Musikübertragungen und deutschen Krimis, deren Schreiber dem Zenit der Tatort-Generation nachsäuseln, sowie überzogene “Historikdramen”.
Schalten wir zu den Privaten haben wir viel Leichtkost um den Nachmittag und Leichtkost mit Hochglanzetikett zum Abend, klägliche Versuche, amerikanische Erfolgskonzepte zu kopieren oder ganz einfach direkt eingekaufte US-Serien mit horrender Synchronisation. Es ist daher verständlich, dass der Fernseher in den Staaten noch Existenzrecht hat wenn man Perlen bedenkt wie High-Definition-Ausstrahlungen von Erfolgsserien, die in dieser Qualität auf legalem Wege sonst nur ein Jahr später im DVD-Bundle zu haben sind.
Aber in Deutschland? Keine Daseinsberechtigung mehr. Höchstens für Sportfans.
In other news: SPIEGEL braucht eine embed-Option für Videos!
Nachtrag zum “Schülerprotest”
SCHÜLERSTREIK
Jüdische Ausstellung in Berliner Humboldt-Uni schwer beschädigt
Gewalt bei den Groß-Demonstrationen von Schülern für eine bessere Bildung: In der Berliner Humboldt-Universität beschädigten Teilnehmer der Protestaktion eine Ausstellung zu jüdischen Unternehmen in der NS-Zeit. Zu Randale kam es auch in Hannover und Dresden.
Das Trinkgeld nicht vergessen
Niedersachsen will bei den Blockierern kassieren
Nach den heftigen Protesten gegen den Atommülltransport nach Gorleben ist ein Streit um die Kosten entbrannt. Mehr als 20 Millionen Euro müssen aufgebracht werden. Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann will künftig die Atomgegner zur Kasse bitten. Dafür müsse das Strafrecht geändert werden.
Hört, hört! Sehr richtig. Wer meint, massives Polizeiaufgebot zu provozieren, dabei noch Schienenstrecken zu demolieren [und natürlich einen riesigen Carbon-Footprint dabei hinterlässt, ja denkt denn keiner an die Umwelt!] der soll für seine Aktionen auch blechen. Über 20 Millionen Euro kostet der Spaß, davon ein Viertel nur für die Polizeikosten der Aufgebote die nicht aus Niedersachsen kommen – und die Steuerzahler dürfen es dann wieder tragen. Bestätigt nur meine Meinung, dass diese verkappten Gutmenschen nicht weniger egoistisch denken als der hetzende Blogger.
Wer denkt, dass er seine Nerven noch etwas reizen will, dem empfehle ich diesen SPIEGEL ONLINE Artikel.
Ich weiß zwar auch nicht, wie man das Problem mit dem Atommüll lösen kann, aber ich finde: Erstmal die Kraftwerke abschalten, keinen neuen Müll mehr produzieren, dann können wir reden!
Ja! Und zwar im Dunkeln und in der Kälte.
O tempora, o mores
Ich bin gerade derart vor Abscheu und Wut erfüllt, dass ich vermutlich keine objektive Meinung geben kann – perfekt! Was ein Haufen strunzahnungsloser Idioten und Mitläufer die sich da versammelt hat. Der Uni-Besucher, der sich dem Anlass meiner Meinung nach angemessen mit “Verpisst euch aus unserer Uni” Luft macht, hat meine volle Unterstützung und das volle Recht dazu. Das ist keine friedliche Demonstration oder gar konstruktive Bemühung, das ist Vandalismuskultur unter dem populistischen Gewand der Scheinpolitik. Mir kommt es hoch, wenn ich so etwas sehe.
Nachtrag: Anscheinend bin ich nicht der einzige mit dieser Meinung
Tough Guise
15-Jährige schlagen Rentner in U-Bahn nieder
Brutaler Übergriff auf einen 54-Jährigen: In der Nürnberger U-Bahn prügelten zwei Schüler einen Frührentner nieder und konnten kurz darauf gefasst werden. Jetzt müssen sie sich wegen gefährlicher Körperverletzung verantworten.
Kein Respekt mehr vor den Alten, kein Respekt mehr vor Autoritäten ["Scheiß Bullen, Bullenschweine, etc."], kein Respekt vor garnichts mehr außer dem nächsten Halbstarken. Ahja, die Schläger wurden unter anderem mithilfe von Videoaufzeichnungen der U-Bahn-Kameras identifiziert, festgesetzt und verfolgt. So schlecht sind Kameras [wenigstens dort] nun auch nicht. Sie helfen nur nicht sonderlich als Abschreckungsmethode.
Die Bierkrise
Bier wird wieder teurer
Die Inflation macht auch vor dem Lieblingsgetränk vieler Deutscher nicht halt: Nach Schätzungen von Branchenkennern wird Bier im kommenden Jahr um fünf bis acht Prozent teurer. Das wird den sinkenden Absatz des Gerstensafts kaum ankurbeln.
Deutlich schlimmer als die globale Bankenkrise und gravierenden Konsequenzen für den einzelnen Kunden. Ich denke, es sollte Rettungspakete für die Bierindustrie geben!




